Durch die Pandemie sind die weltweiten Werbeausgaben immens zurückgegangen. Jetzt steigen sie wieder. Nach Dentsu folgt nun auch WARC mit einer Prognose für den Werbemarkt. Anders als von Werbeforschenden erwartet, werden die Einbußen des vergangenen Jahres wohl schneller aufgeholt. Auch auf dem deutschen Markt sollen Werbeausgaben wieder boomen- vor allem im zweiten Quartal von 2021.

Werbebranche verzeichnet wieder Wachstum

Der “Global Ad Trends” Report von WARC sollte ein aufatmen in der Werbebranche auslösen. Demzufolge werden in diesem Jahr weltweit 665 Milliarden US-Dollar von Unternehmen in Werbung investiert. Umgerechnet ist das ein klares Plus von 12,6 Prozent zum Vorjahr. Und auch im nächsten Jahr sollen Ausgaben für Werbung deutlich steigen: um nochmals 8,2 Prozent auf 700 Milliarden US-Dollar.

Das anhaltende Wachstum wird vor allem ausgelöst durch den Boom der Digitalwerbung und hat es in diesem Ausmaß seit einem Jahrzehnt nicht mehr gegeben. Im November noch hätten die Forschenden einen solchen Anstieg auf dem weltweiten Markt nicht für möglich gehalten, doch alle Erwartungen wurden übertroffen. Im ersten Quartal des Jahres waren die Ausgaben noch überschaubar. Dafür erfolgte von April bis Juni dann der große Anstieg: um satte 23,6 Prozent auf 157 Milliarden US-Dollar.

Auch der deutsche Markt profitiert

Eine sicherere Prognose wurde von WARC im Voraus für den deutschen Markt abgegeben: ein Plus von neun Prozent bei den Werbeausgaben. Im Wesentlichen entspricht das auch der Realität: 9,8 Prozent oder 26,6 Milliarden US-Dollar werden in Deutschland in Werbung investiert.

Der Werbemarkt in klarem Wandel

Klar zu erkennen ist in der Prognose auch ein Wandel auf dem Werbemarkt. Vor allem die klassischen Medien wie Print, TV, Radio und Kino waren von der Pandemie betroffen und haben ein Fünftel des Werbeumsatzes verloren. Während die Online-Medien von der Erholung des Werbemarktes profitieren, sieht es bei den Offline-Medien genauso aus wie im letzten Jahr. Der Trend ist unumkehrbar: Das Wachstum im zweiten Quartal wurde hauptsächlich durch Online-Medien ausgelöst.

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