pharma-marketingBis heute liegt der Fokus beim Marketing für verschreibungspflichtige Medikamente der Pharma-Unternehmen auf der direkten Ansprache der Ärzte, welche die Medikamente verschreiben. Der Patient als der eigentliche Endkunde wurde bei der Marketing-Ansprache regelmäßig außen vor gelassen. Das soll sich nun teilweise ändern, wie Vertreter von Pharma-Unternehmen verlauten lassen.

Der Grund für den Strategiewechsel liegt darin, dass Patienten in Bezug auf Medikamente heutzutage wesentlich mündiger geworden sind. Sie informieren sich selbst zu verschreibungspflichtigen Medikamenten im Internet, mit dem Ziel, dass für sie beste Medikament zu erhalten. Die Unternehmen haben festgestellt, dass die Patienten die Ärzte bei den Konsultationen auch gezielt zu Medikamenten ansprechen.

Genau hier will die Pharmaindustrie ansetzen und sich mit informierendem Marketing auf die Kunden direkt fokussieren. Die Ärzte, die bislang die erste Adresse beim Marketing für verschreibungspflichtiger Medikamente waren, bleiben natürlich weiterhin Teil der Marketingstrategie. Bei den geplanten Kampagnen gibt es allerdings auch einige Hürden zu überwinden. Während die Direktansprache der Kunden bei nicht verschreibungspflichtigen Medikamente relativ problemlos funktioniert, ist dies bei verschreibungspflichtigen Medikamente nicht so einfach. Nicht ohne Grund muss vor einer Verordnung durch den Arzt zuvor eine genaue Anamnese und zielgerichtete Diagnose erfolgen. Es ist also keineswegs möglich, dem Patienten zu suggerieren, dass es sich bei bestimmten Symptomen um die Krankheit x handelt und genau dieses Medikament dagegen hilft. Das muss weiterhin den Ärzten überlassen bleiben. Vielmehr geht es darum, mit den Patienten in einen direkten Dialog zu treten und ihn zu informieren. Natürlich wird dies auch Gelegenheit bieten, auf Behandlungserfolge bestimmter Medikamente allgemein hinzuweisen.

Bildnachweis: stevepb / pixabay.com

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