bwFremdenverkehrswerbung in Deutschland ist nicht unbedingt einfach, insofern es sich nicht um allseits bekannte Tourismushochburgen wie zum Beispiel die Nord- und Ostsee oder um eine der weltweit bekannten und internationales Publikum anziehende Großstädte wie Berlin, Hamburg, München und dergleichen handelt, deren attraktive Besonderheiten und Anziehungspunkte unverwechselbar und einzigartig sind.

Muss man allerdings für ein ganzes Bundesland, zum Beispiel Baden-Württemberg oder Thüringen fruchtende Öffentlichkeitsarbeit leisten, läuft das eben nicht so ohne weiteres. Viele Menschen gleichzeitig, von wirtschaftlichen Motiven getrimmt, erachten sich dann als immens wichtig und schöpferisch kreativ und plädieren für die eigene Ideenverwirklichung und Umsetzung für eine effiziente Reklame. Es sollen exklusive Eigenschaften sondergleichen vermarktet werden, die typisch für ein gesamtes Bundesland sind und genau dieses Bundesland und kein anderes ausmachen.

Die Sonne als Garanten für einen gelungenen Ferienaufenthalt herzunehmen, ist einerseits keine schlechte Idee, da man beim Wort Sonne sofort auf positiv und gute Laune umschaltet, andererseits wird man aber hinters Licht geführt. Das heißt nämlich im Klartext, dass in Baden-Württemberg immer Schön-Wetter herrscht. Als potentieller Gast überlegt man unter diesen Voraussetzungen wahrscheinlich nicht lange, bis man im Nachhinein vor Ort möglicherweise eines Besseren belehrt wird.

Vielleicht kann sich so eine „Schön-Wetter-Prognose“ einen Sommer lang bewahrheiten, aber auf Dauer begibt man sich auf brüchiges Eis. Bauernfänger hin oder her, die Hoffnung stirbt zuletzt: Vielleicht machen die derzeitigen Wetterkapriolen in Zukunft wirklich ein Paradies in der Sonne aus Baden-Württemberg.

Bildnachweis: dudescience / pixabay.com

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