Die kleinen schwarz-weißen Barcodes sind uns durch den Supermarkt seit Jahrzehnten ein vertrauter Anblick. Sie zieren dort die Verkaufsverpackungen, werden an der Kasse eingescannt und ermöglichen so eine schnelle Zahlungsabwicklung ohne lange Wartezeiten. Doch der kleine schwarz-weiße Strichcode kann noch eine Menge mehr! Was, das verraten wir hier.

Der Ursprung des Barcodes

Als Entdecker des Barcodes gelten die US-amerikanischen Herren Norman Joseph Woodland und Bernard Silver, die nach ersten Versuchen mit dem Strichcode im Jahr 1949 am 07. Oktober 1952 ein Patent für die selbstenwickelte Strichcode-Technologie erhielten. Es sollte allerdings viele Jahre, und viele Testläufe diverser Handelsunternehmen, dauern, bis sich die Barcodes weltweit in der Industrie nachhaltig durchsetzen konnten. Dabei waren unter anderem der US-amerikanische Supermarkt-Konzern Walmart und die österreichische Supermarktkette Billa nicht ganz unbeteiligt.

Am Anfang wurden eindimensionale Barcodes, bei denen der Code nur in einer Achse erfasst ist, als Speichermedium genutzt. Erst Ende der 1980er trat der zweidimensionale Code, bei dem der Code in zwei Achsen aufgetragen wird, vermehrt in Erscheinung. Doch damit noch lange nicht genug: Heutzutage kommen zusätzlich 3D- und 4D-Codes, bei letzterem sind die Codes dann sogar animiert, zum Einsatz.

Wofür können Barcodes verwendet werden?

Zum Einsatz im Supermarkt muss man vermutlich niemandem mehr allzu viel erklären. Die kleinen Balkendiagramme sparen uns Kunden (aber auch dem Verkaufspersonal) einfach jede Menge Zeit. Es gibt keine langen Wartezeiten mehr an der Kasse (außer die Technik vor Ort streikt), das verkaufte Produkt wird nicht nur als Einnahme erfasst, sondern intern auch vollautomatisch vom Warenbestand abgezogen sowie bei Bedarf beim Großhandel nachbestellt. Doch nicht nur im Ladengeschäft konnte der Barcode neue Maßstäbe setzen, er findet heutzutage in allen industriellen Bereichen, die sich mit Steuerung, Automatisierung, Vereinfachung und Überwachung von Unternehmensprozessen beschäftigen, Verwendung.

Industrieunternehmen sammeln mit Hilfe des Barcodes verschiedene Prozessinformationen, die dann im hauseigenen Warenwirtschaftssystem digital erfasst werden. So werden mit dem kleinen viereckigen Symbol in der Produktion und im Lagerwesen vielfältige Informationen zu Bauteilen, -gruppen sowie den fertigen Produkte abgespeichert. Über den PC kann dadurch der komplette Fertigungsprozess bequem nachverfolgt werden. Fehlende Materialien können zeitnah nachbestellt bzw. benötigte Bauteile nachproduziert werden. Im Versand kann dann wiederum die weitere Warenbewegung mittels Barcodes einfach und schnell dokumentiert werden.

Wie werden Barcodes erstellt?

Große Unternehmen, die mit vielen hundert Artikeln arbeiten müssen, verfügen natürlich über entsprechende Software, mit denen Barcodes professionell erstellt und, ganz wichtig, gut leserlich gedruckt werden. Wer nur einige wenige Barcodes benötigt oder die Technologie einfach mal für persönliche Zwecke ausprobieren möchte, kann sich die Kodierung auch im Internet generieren lassen. Einen Barcode erstellen ist online ganz einfach: Emailadresse und den gewünschten Text, der neben dem Barcode angegeben werden soll, in die entsprechenden Textfelder eingeben und danach auf Absenden klicken. Der fertige Barcode wird dann an die angegebene Emailadresse geschickt und steht dem Empfänger kostenlos für eine weitere Nutzung zur Verfügung. Übrigens sind die Strichcodes nicht nur für gewerbliche Zwecke zu gebrauchen! Auch im heimischen Bereich kann mit ihnen zum Beispiel die Erfassung von Buch- oder CD-Sammlungen immens vereinfacht werden.

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